Ihre Daten sind mir wichtig

Es ist mir wichtig, dass Ihnen bewusst ist, dass ich mich Ihnen gegenüber zur absoluten Vertraulichkeit verpflichte. Die Abrechnung meiner Honorare erfolgt direkt mit Ihnen. Keine irgendwie gearteten Informationen über Ihre Konsultation oder Daten über Sie, geschweige denn Diagnosen, werden an Dritte weitergegeben und – wie dies der Fall ist bei der Konsultation von Ärzten oder psychologischen Psychotherapeuten und der Abrechnung über Versicherung und Krankenkassen – langfristig in Dateien gespeichert, über deren Verwendung Sie keinerlei Kontrolle haben.

Solche über Sie gespeicherten Informationen können von erheblichen Nachteil sein, z.B. wenn Sie sich für den Staatsdienst bewerben wollen oder wenn Sie beabsichtigen, eine private Versicherung oder Zusatzversicherung für die Absicherung von zum Beispiel Krankheit oder Berufsunfähigkeit abzuschließen. Regelmäßig werden in den Versicherungsanträgen Fragen zu früheren oder laufenden psychotherapeutischen Konsultationen gestellt. Mindestens die letzte fünf Jahre werden beleuchtet und die Antworten müssen wahrheitsgemäß sein. Sollte nachträglich der Versicherer erfahren, dass Sie eine aktenkundige psychische Erkrankung nicht angegeben haben, so kann dies unter Umständen teuer für Sie werden. Leider machen die Versicherungen keine Unterschiede zwischen den psychischen Erkrankungen. Ganz egal, ob Sie tatsächlich suizidgefährdet sind oder unter einer emotionalen Erschöpfung aufgrund von Stress leiden – jede Diagnose aufgrund einer seelischen Problematik gilt als Risikofaktor.

Spiegel Online brachte bereits im Jahr 2009 hierzu einen Artikel, der nach wie vor aktuell ist, mit dem Titel „Wenn Seelenlast die Karriere bremst“: