Yogatherapie

Die meisten Menschen kommen in die Yogatherapie wegen gesundheitlicher Beschwerden, oftmals sind dies z.B. Rückenschmerzen aufgrund von Stress: Die Yogatherapie strebt die Selbstheilung durch Körper-, Atem- und Mentalübungen an.

  • Durch Entspannungsübungen werden Selbstheilungskräfte angeregt,
  • durch körperliche Kräftigungsübungen kommt es langfristig zu einer Stärkung des Gesamtsystems,
  • durch mentale Reflexionsübungen können Bewegungen des Geistes aufgespürt werden, die z. B. Verspannungen im Rücken begünstigt haben,
  • durch Atemübungen können sich psychische Verkrampfungen und Ängste lösen.

Ganzheitlich

Ich bin Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Yogatherapie e.V. und diese therapeutische Arbeit erfolgt in meiner Praxis immer unter ganzheitlichen Gesichtspunkten, d.h. Körper, Geist und Atem werden angesprochen, da ich den Menschen als Gesamtsystem verstehe, dessen Vorgänge auf verschiedenen Ebenen ineinandergreifen. Die Grenzen zwischen Gesundheit, Selbstheilung, geistiger Entwicklung sind fließend. Durch die ganzheitliche Wirkung der Yogaübungen werden stets mehrere Ebenen des Menschen angesprochen. Und so kann es sein, dass z.B. bei Nackenverspannungen Mentalübungen helfen können, da diese entspannungsfördernd wirken auf den Geist und den Körper.

Haltung

Die körperliche Haltung und die Bewegungsmuster eines Menschen spiegeln oftmals seine emotionale Befindlichkeit wider. Deshalb gilt in der Yogatherapie: Jede Überanstrengung und jedes Hineinzwingen in die Haltungen entspricht mehr den Prinzipien des Leistungsturnens und widerspricht denen des Yoga. Die innere Haltung beeinflusst die Yoga-Wirkung maßgeblich. Überanstrengung blockiert die Atmung und löst Verspannungen im Geist aus, der Aufbau von Kraft und der Energiefluss wird reduziert. Dabei ist es relativ leicht das rechte Maß im Üben zu finden: Solange der Atem gleichmäßig und ohne zu stocken fließen kann, ist alles in Ordnung.

Ziele und Grenzen

Yogatherapie bedeutet in meiner Praxis, dass ich mit dem Patienten detailliert die Ziele und Möglichkeiten abkläre. Es gilt immer die Devise, dass die Übungen dem Körper und dem Befinden des Patienten behutsam angepasst werden. Zielstrebigkeit einerseits, Behutsamkeit andererseits sind die obersten Prämissen meiner yogatherapeutischen Arbeit.

In diesen Fällen darf eine Yogatherapie nur sehr bedingt oder gar nicht begonnen werden:

  • bei akuten Krankheiten (starke Schmerzen unbedingt zuvor ärztlich abklären lassen!)
  • bei Entzündungen und Schwäche sollte nicht geübt werden
  • Große Vorsicht ist geboten bei ernsten Krankheiten und starken psychischen Beschwerden
  • in der Schwangerschaft sollte immer nur nach Absprache geübt werden

Yogatherapie bedeutet grundsätzlich, dass Linderung und/oder Heilung angestrebt wird. Dies beinhaltet der Begriff „Therapie“. Heilen darf jedoch ausschließlich ein Arzt oder Heilpraktiker. Dies sollte unbedingt beachtet werden, wenn man einen Yogatherapeuten sucht. Deshalb ist es wichtig, auf die entsprechende Qualifikation des Yogatherapeuten zu achten. Nicht jeder Yogalehrer – ganz egal, wie exzellent er vielleicht unterrichtet – darf sich auch Therapeut nennen.

Yoga in der Psychotherapie

Deutsches Ärzteblatt, Januar 2014 (PDF, 327 KB)

Wirksamkeit von Yoga bei psychischen Störungen

Deutsches Ärzteblatt, März 2016 (PDF, 273 KB)